Sonntag, 31. Dezember 2017

Und was näh ich jetzt?


Das sind 150 Stoffquadrate. Unglaublicherweise habe ich (etwas mehr als) 150 verschiedene dünne Baumwollstoffe.

EINHUNDERTFÜNFZIG.

Meine Güte.

Wenn ich aus den ganzen dicken Baumwollstoffen auch noch Quadrate rausschneiden würde...

...hätte ich wahrscheinlich ne Woche Rücken. Brauchen wa nich. Eins nachm Andern. :)

Samstag, 30. Dezember 2017

Ein bisschen Herbst im Dezember







Im Oktober waren wir im Vogtland, ein wenig herumwandern. Dabei habe ich ordentlich viel Herbst eingefangen. Und ein bisschen Herbst im Dezember tut ja nicht weh, oder? :)

Freitag, 29. Dezember 2017

Ein Strandläufer

Bei ambaZamba hab ich ihn das erste Mal gesehen, und dieser bauchige Schnitt sprach mich sofort an. Auch den Reißverschluss unter der Taschenklappe fand ich ganz wunderbar. (Dass der gar nicht zum Schnittmuster dazu gehört, hab ich dann erst in der Anleitung entdeckt. So aufmerksam lese ich.)

Und dann gab's den auch noch kostenlos. Danke farbenmix! :)

Heute kam auch endlich das sehnsüchtig erwartete Gurtband und ich konnte meinen STRANDLÄUFER fertigstellen. 


Mir kam der auf all den Beispielbildern und auch im Schnittmuster ziemlich groß vor, daher ist meiner auf 90% verkleinert. So hat er die Größe einer geräumigen Handtasche. Ich wollte ihn schlicht, den blauen Canvas hatte ich noch da.
Als ich ausprobierte, ob meine Neue zwei Lagen Fleece und Canvas zu einer hübschen Stepp-Optik verbinden könnte, hatte ich gerade rotes Garn drin. 

Die Farbwahl war entschieden.


So einen Reißverschluss-Verschluss musste ich mir dann ebenfalls selber basteln, und das war gar nicht so kompliziert, wie ich gedacht hätte. Für das Innere wählte ich den TIGERÖGA-Stoff von IKEA. Die Außenklappe verzierte ich mit ein paar Zierstichen. 

Da sie durch ihren Schnitt so knubbelig wirkt, hab ich gänzlich aufs Absteppen, was dem Aussehen oft noch etwas Struktur verleiht, verzichtet: Weder am Paspelband vorbei, noch zum Schluss entlang an der Oberkante. 

Und was näh ich jetzt? 

Schnitt: STRANDLÄUFER von farbenmix | Stoffe & Zutaten: Canvas, IKEA-Baumwollstoff, Fleece, Magnetknopf, Baumwollgurtband | verlinkt: in der farbenmix-Galerie

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Über Nähmaschinen-Mysterien und die perfekte Naht. Oder: Eine Ode an die neue Nähmaschine

Näh-Unlust zu besiegen ist so gut wie unmöglich. Entweder man kämpft sich durch ein Projekt oder man wartet, bis sie von alleine wieder verschwindet. Man könnte sich auch ein neues Hobby zulegen.

Oder man macht es wie ich und beschenkt sich selbst zu Weihnachten mit einer neuen Nähmaschine.

Der Näh-Unlust voraus ging, glaube ich, dass ich mich immer wieder über meine Nähmaschine W6 N 5000 ärgerte. Sie lässt gelegentlich Stiche aus, wenn ich mehrere Lagen zusammen nähe, und ich nähe häufig viele Lagen dicken Stoffs zusammen. Außerdem bekomme mit ihr einfach kein so perfektes Stichbild hin, wie ich es bei den Ergebnissen anderer NäherInnen vorfinde.
Natürlich hatte ich sie in der Inspektion, aber auch diese oder ein häufiges Wechseln der von W6 empfohlenen Qualitätsnadeln konnten nichts daran ändern. Und ja, ich nutze auch Qualitätsgarn. 

Da ich überwiegend und am liebsten Jeans, also viele Lagen dicken Stoffs, vernähe und wohl leider auch eine kleine "Ästhetik-Perfektionistin" bin, brauche ich eine Nähmaschine, die zuverlässig und sauber näht. Man findet ja inzwischen viele Nähmaschinen, die das versprechen und angeblich auch auf Jeans spezialisiert sind. 

Kleiner Vorgeschmack :)

Man findet sie auch in bezahlbaren und (für mich) unbezahlbaren Kategorien. Aber was man nicht findet, ist eine Erklärung darüber, WAS GENAU die Qualität einer Nähmaschine ausmacht.

Ich durchforstete das Netz und fand schließlich den Text eines Nähmaschinen-Mechanikers, in dem (endlich mal) sehr ausführlich und mir verständlich dargelegt wurde, was eine gute Nähmaschine ausmacht. 
  
"[...] Leider finden Sie über Nähmaschinen im Internet keinerlei Infos, Sie finden nur Werbung. Deshalb möchte ich mal erklären, warum manche Nähmaschinen für 50,-€ und andere für 500,-€ zu haben sind. Es liegt nicht an der Menge der Stiche, es liegt nicht am Namen, es liegt nur an der Konstruktion der Nähmaschine. Im großen und ganzen gibt es drei verschiedene Konstruktionsarten. [...]" Kompletter Text

Es ist also die Greifertechnik. Und wenn die Maschine auch noch einen eingebauten Obertransport hat, ist man wohl auf der ganz sicheren Seite.

Obwohl in dem Text auch geworben wird, fand ich die Argumente überzeugend und entschied mich letztlich nach langer Suche und reiflicher Überlegung für eine GRITZNER Tipmatic 6152.

Es ist ein klein wenig gewöhnungsbedürftig, wieder auf einer mechanischen Nähmaschine zu nähen - die ganzen sehr komfortablen Funktionen meiner computergesteuerten W6, wie z.B. die Nadel, die immer im Stoff stecken bleibt, wenn man den Anlasser stoppt, oder die Fadenschere auf Knopfdruck, können einen schon sehr bequem machen. 
Und auch mit der Fadenspannung bin ich noch am Herumtüfteln und muss vorher immer ein Probestückchen nähen, denn die scheint vor allem beim einfachen Geradstich je nach Garn und Stofflagenmenge oder Stoffart angepasst werden zu müssen. Die Fadenspannung funktioniert bei der W6 automatisch. (Bei meiner Suche nach der richtigen Nähmaschine habe ich allerdings gelesen, dass es die optimale, vollautomatische Fadenspannung nur bedingt gibt - warum, wieso und weshalb konnte ich nicht herausfinden. Ein weiteres Nähmaschinen-Mysterium...)

Habe ich die Fadenspannung allerdings eingestellt, erhalte ich genau das, was ich wollte: Ein perfektes Stichbild und eine vor Kraft strotzende Geschmeidigkeit auch bei mehreren Lagen Stoff ohne Auslassen eines Stiches.


Wegen des eingebauten Obertransports ist es mir nun auch möglich, unterschiedliche Stoffarten in mehreren Lagen miteinander zu vernähen, ohne dass sie verrutschen (s. links - zwei Lagen Fleece und eine Lage Canvas). Sehr glücklich bin ich auch über das sehr gerade Stichbild beim Absteppen über ungleichmäßige Stellen, wie z.B. beim Reißverschluss.

Der Anlasser ist hochsensibel und ich kann mich problemlos an unterschiedliche Stufen der Nadelposition "herantasten", was das Fehlen der komfortablen "Nadel-bleibt-stecken-Funktion" der Computergesteuerten ausgleicht. 

Ein zusätzliches Extra der GRITZNER ist die Möglichkeit, im Kreis zu nähen. Die sogenannten Zierstiche aber sind mir ein klein wenig ein Rätsel...

...und ich so: Hä?

Doch ich habe sie natürlich trotzdem fast alle bereits ausprobiert und ganz niedliche Jeans-Upcycling-Täschchen damit erstellt.- Wer hat, der kann und sollte. :)


Meine W6 mag ich trotzdem noch. :) Sie kann Buchstaben, Zahlen, Äpfel und Blätter-Lianen. Sie ist eine zuverlässige Arbeiterin, wenn es um wenig Herausforderung geht. Und fürs schnell mal Nähen ohne lange Fadenspannungsfeinjustierung ist sie sehr gut geeignet. Nur die perfekte Naht, die kann sie nicht. 


Ein richtiger kleiner Nähpark ist hier in unserem Wintergarten, den ich liebevoll Nähgarten nenne, entstanden. Die W6-Overlock, mein Weihnachtsgeschenk an mich letztes Jahr, musste auf den Rollcontainer weichen, was aber ausgezeichnet passt. Ich bin quasi umringt von meinen Nähmaschinen. :)

Näh-Unlust? Mitnichten. Aktuell warte ich sehnsüchtig auf das bestellte Gurtband, um meinen Strandläufer fertigzustellen. Bis das da ist, nähe ich eben im Kreis oder in Wellen auf Jeans herum. :)

Donnerstag, 7. September 2017

Eine Ledertasche

Und was für eine! Nämlich: meine Erste.

Die CHOBE BAG bekam viel Applaus - der Schnitt ist aber auch einfach der Knaller! - und ich wollte mich endlich mal an Leder heranwagen.

...Es war nicht gerade schwer, eine Ledertaschenliebhaberin davon zu überzeugen, dass sie mal eben Leder kaufen müsse, damit ich eine Taschen nähen konnte. :)

Wir fanden schönes, weiches, graues Lammleder für den Taschenkörper und dickes, steiferes Rindsleder in schwarz für den Taschenboden (sieht man leider auf den Fotos nicht, harmoniert aber perfekt mit den schwarzen Lederhenkeln und dem schwarzen Reißverschluss).

Den blumigen Innenstoff hatte ich noch da - ich glaube, er stammt aus einem Reststoffe-Erwerb - und er komplettiert so fantastisch sowohl das Farbkonzept, als auch den Stil des Taschenschnittes! (Entschuldigung. Ich bin tatsächlich selber total begeistert davon, dass der Plan aufging mit diesem Glücksgriff in die Farbpalette!)


Gewünscht war die Tasche in Rauleder-Optik, und das, obwohl die glatte Seite wirklich, wirklich wunderschön und ganz weich war - so ist das mit der Geschmackssache. :)


Fazit: Die Tasche sieht auf jeden Fall schön aus. Mir hätte sie mit der glatten Lederseite aber noch viel besser gefallen. Leder als Material ist eine aufregende Sache, und vor dem Nähen hatte ich ziemlichen Respekt. Man kann nicht einfach so wieder auftrennen, wenn man sich bei Leder vernäht hat: Die Nadelstiche bleiben sichtbar. Das richtige Zubehör ist wichtig, und so kam auch meine W6 N 5000 mit den richtigen Nähnadeln leichtfüßig durch die meisten Schichten - lediglich beim Absteppen des Rands schaffte sie es nicht, aber das waren auch 6 Lederschichten, ihr sei verziehen.

Ob ich Leder nun ausdrücklich mag, weiß ich allerdings noch nicht - gerade wegen der aufgezählten Herausforderungen, die dieses Material, und Grenzen, die meine Maschine mit sich bringen. Aber vielleicht ist das ja auch eine Liebe auf den zweiten oder dritten Blick. :)

Schnitt: CHOBE BAG von Elle Puls | Stoffe: Lammleder, Rindsleder, Baumwollstoff | und: Lederhenkel von machwerk

Donnerstag, 8. Juni 2017

CHOBE Bag

Was für eine schöne Tasche! ♥

Nicht nur als interessierte Blogleserin, sondern vor allem als entschiedene Liebhaberin sämtlicher Schultertaschen-Nähanleitungen hätte ich gedacht, die meisten der weitläufig bekannten Schnittmuster für diese bereits entdeckt zu haben.

Aber nee. Da läuft mir doch bei meiner Schwägerin in spe die CHOBE BAG von Elle Puls übern Weg.

Nun muss ich dazu sagen, dass ich, seit das Klavier da ist, gar nicht mehr genäht habe. Spontane Hobby-Verlagerung. :) Aber die CHOBE BAG ist so eine Tasche, die einen (oder jedenfalls mich) definitiv in die Näh-Leidenschaft zurückholt: Simpler Schnitt, viel Gestaltungsspielraum und für ausgediente Jeans gemacht.


Ich habe mich ganz an die Anleitung gehalten, lediglich im Innenraum noch ein paar Fächer und mein unverzichtbares Schlüsselbändchen dazu genäht. Da ich kein Leder besitze, ist der Taschenboden, den ich mit einem einfachen Bodenwischtuch verstärkt hab, ebenfalls aus Jeans, und die schönen Lederhenkel habe ich bei machwerk erstanden.


Die Idee mit den von rechts abgesteppten Jeansstreifen gefällt mir sehr! Das gibt so eine schöne Ripp-Optik. Der türkise Innenstoff war von IKEA ursprünglich als Tischdecke erdacht, erinnert mich an Sommer, Strand und Meer, so dass der Seestern doch eine passende Ergänzung ergibt. Ich weiß nur noch nicht, ob ich das so toll finde, dass der vorhandene Stauraum so sehr zum Einpacken einlädt... ;)

Wie auch immer: Die CHOBE BAG ist nun schon seit zwei Tagen in Benutzung und ganz MEINS.

Schnitt: CHOBE BAG von Elle Puls | Stoffe: Jeans, IKEA Tischdecke | und: Lederhenkel von machwerk | verlinkt bei: RUMS

Montag, 17. April 2017

Erdbeere andersrum

Ein neues Frühlingsshirt wurde aus einem alten T-Shirt des Liebsten herausgeschnitten, und irgendwie fühlten wir uns an Erdbeeren ("nur andersrum") erinnert... :)



Schnitt: MINI MARTHA | Stoffe: altes T-Shirt, Jersey

Donnerstag, 13. April 2017

Drei von Millionen

In den letzten Wochen hatte ich außerdem meinen Spaß an diesen Utensilos, wie man sie überall in allen möglichen Variationen sieht. Das liebe Kind nun hat welche für CDs und Krempel, ich selbst hab jene für Krims und Krams auf Arbeit und Zuhause, im Badezimmer stehen einige herum, verschenkt hab ich sie auch, und im Regal liegen viele weitere, die noch auf ihre Bestimmung warten.

Diese drei habe ich für ein grau-schwarz-weißes Badezimmer genäht.
Utensilos

Schnitt: pattydoo (das größere), ich (die kleinen) | Stoffe: alte Hose und IKEA

Entspanntes Upcycling

...weil's so viel Entspannung bringt, hab ich neulich mal wieder Jeansreste zusammengeflickt. (...und weil die Tischbedeckung gerade gebügelt da liegt, hab ich alles wegfotografiert, was ich in der letzten Zeit so gemacht hab.) ;)


Schnitt: Rechtecke... | Stoffe: Jeans, pattydoo-Stoff, Fleece

Unglaubliche Festplattentasche

Gestern habe ich auf Wunsch eine Festplattentasche genäht, in der auch USB-Sticks Platz finden. Das Unglaubliche daran ist, dass ich sie einfach so, ohne Schnitt oder Anregung von woanders, erdacht und fertig gestellt habe. Als ich fertig war, konnte ich es lange selbst nicht fassen. (Das hält noch immer ein bisschen an.) ;)

Außen und teilweise innen habe ich einen groben Jeansstoff verwendet, die Innenfächer sind aus Resten irgendeines dünnen Leinenstoffes, meine ich. Sie ist einmal gefleecet, und ich habe einen schön breiten Reißverschluss benutzt und mir somit zusätzliche Randstreifen am Reißverschluss für die Taschenhöhe erspart.

Festplattentasche mit USB-Stick-Stauraum

Die beiden Fächer, die sich zur Mitte hin öffnen, habe ich mit einem schmalen Klettverschlussstreifen versehen, damit nichts herausrutschen kann. 
Den Reißverschluss um die Ecken zu nähen, war gar nicht so einfach, und weil ich vor lauter Aufregung vergessen habe, die Nahtzugaben zurückzuschneiden, sind diese auch etwas wulstig. Geht aber noch durch, finde ich.
Die Wendeöffnung habe ich von Hand mit der Zaubernaht geschlossen. (Ich muss das doch mal üben...)

Ich hab auch schon ausprobiert, ob mein USB-Stick in ein USB-Stick-Fach passt. - Passt! :)
Ob nun aber auch alles andere sitzt, wackelt und Luft hat, wie es so schön heißt, wird sich noch herausstellen... Bin sehr gespannt! 

(Übrigens finde ich es ganz schön aufwändig, jedes Mal vor dem Fotografieren eine weiße Tischbedeckung zu bügeln, wenngleich diese natürlich mehr hermacht, als unser oller Holztisch. Da muss ich mir mal was einfallen lassen...)

Schnitt: icke | Stoffe: Jeans, (wahrscheinlich) Leinenstoff, Fleece | und: Irre, das war ich!

Mittwoch, 12. April 2017

MiniMoneyBags

Irgendwo hatte ich es gelesen... und auch in der Anleitung steht es: "Vorsicht - es besteht potentielle Suchtgefahr." Vollste Zustimmung! Nachdem ich die ersten beiden MINIMONEYBAGS von keko-kreativ genäht hatte, schnitt ich gleich die Bügeleinlage für viele weitere zu. Es ist ein bisschen Fummelarbeit, vor allem beim Schließen der Kartenfachseiten, aber die Dinger sind so niedlich!

Ein paar MINIMONEYBAGS hab ich schon wieder verschenkt, die restlichen dann heute mal abgelichtet. (Blödes Wetter macht blöde Fotos..., und die Tischdecke hätte ich mal bügeln können, jaja...)

MINIMONEYBAGS
In der Anleitung steht ausdrücklich, man solle am besten dünne Stoffe verwenden. Aber ich liebe einfach Jeans Upcycling, und wenn man Jeans nicht gerade zusammen flickwerkt, dann geht das auch ganz gut mit dem Drumherumnähen und so.

Ich habs natürlich trotzdem versucht, und das schönste Ergebnis gleich für mich selbst behalten. ;)

Meins! (Hier sieht man auch, dass es, gut mit Kleingeld befüllt, prima schließt und gar nicht platzt.)

Mit Paspelband hab ichs auch probiert, aber das muss ich wohl noch üben... sah überhaupt nicht sauber aus, und wahrscheinlich empfiehlt es sich auch dabei, möglichst superdünne Stöffchen zu verwenden. Jedenfalls hat's dem Kinde überhaupt nix ausgemacht und prompt hattes es eine MINIMONEYBAG - praktisch, so ein Kind! ;)

(Wer mal richtig tolle MINIMONEYBAGS mit Paspelband sehen will, guckt bei ambazamba. Knaller!)

Schnitt: MINIMONEYBAG von keko-kreativ | Stoffe: Baumwollstoff, Jeans, Vlieseline H250 | und: Suchtgefahr! Echt!

Sonntag, 2. April 2017

Kosmetiktasche für schön viel Schminke

Häufig bin ich etwas zwiegespalten, wenn es um Auftragsarbeiten geht. Einerseits macht es mir total Spaß, die Ideen und Wünsche anderer umzusetzen, andererseits habe ich auch immer etwas Angst, den Nerv nicht getroffen zu haben. Und dann nähe ich natürlich auch viel lieber nach meinen eigenen Vorstellungen und freue mich, wenn jemand genau das schon immer so haben wollte. Über Aufträge, die mir viel Gestaltungsspielraum lassen, freu ich mich hingegen sehr.

So ein "Mach was Du willst, Hauptsache es stimmen so 'n paar Eckdaten" - Auftrag war es auch diesmal. Es sollte eine Kosmetiktasche sein, in die schön viel Schminke reingeht. Irgendwas mit Jeans und Mädchenstoff. Und bitte mit Namen drauf.

Ey, klar. Kein Ding.



Den Namen habe ich übrigens höchstselbst in Spiegelschrift auf Jeans drauf geschrieben, ausgeschnitten und rundherum auf Fleece genäht - was ich ziemlich beeindruckend von mir fand, wenn ich das mal erwähnen darf. ;)

Schnitt: icke | Stoffe: Jeans, dicker IKEA Baumwollstoff, Fleece | und: Quastenbastelei

Frühjahrsshirts

Frühjahrsputz mal anders, befand ich, sortierte alte Shirts aus und nähte neue draus - sehr zur Freude der Jüngsten in unserem Haushalt, die mir die neuen Teile geradezu aus der Hand riss und sie zu ihren neuen Lieblingsshirts erklärte. Da hüpft das Hobbyschneiderherz. ♥

Upcycling MINI MARTHAs

Schnitt: MINI MARTHA | Stoffe: alte Jersey-Shirts, Baumwolljersey

Sonntag, 26. Februar 2017

Im Zwiespalt

Wir spielen das Spiel "Bring mich zum Lachen": Einer steht vorne, macht eine sehr ernste Miene und die Kinder müssen denjenigen vom Platz aus durch Grimassen, Witze oder Blödsinn zum Lachen bringen. Wer es schafft, darf den Platz vor der Gruppe einnehmen und nun seinerseits ein ernstes Gesicht machen.

Der 7jährige Anton versucht sein Glück und erzählt dem um Haltung bemühten Jonas, dass der Unterschied zwischen einer weißen und einer schwarzen Kuh der sei, das erstere Milch trinke und zweitere Kakao. Es klappt, Jonas findet den Witz immerhin so witzig, dass er schief grinsen muss, und Anton ist dran. 

Anton widerum scheint darüber gar nicht glücklich zu sein, kommt zu mir und schaut mich verzweifelt an. Was denn los sei, frage ich, ob er sich nicht nach vorne traue.

Anton murmelt mir leise ins Ohr: "Doch, ich will ja schon. Aber das Problem ist, dass ich meinen eigenen Witz noch immer so komisch finde, dass ich nicht ernst bleiben kann."

Mittwoch, 25. Januar 2017

Super Tote

Toll, diese Farben! Sie sieht in echt tatsächlich so leuchtend aus, wie auf den Bildern!

SUPER TOTE
Eine SUPER TOTE sollte es werden, und ich begann, munter ein paar dieser kleinen Stoffquadrate, die ich vorletztes Jahr zum Geburtstag bekommen hatte, zu zerschneiden und zusammenzunähen. Um dann festzustellen, dass ich mich mal wieder verrechnet hatte: Es reichte nicht, und ich hätte viele, viele Jahre auftrennen müssen. Hach ja.

Also auf das 90% verkleinerte Schnittmuster zurückgegriffen und losgelegt.

Die Tasche besteht ausschließlich aus dünnen Baumwollstoffen und ist daher sowohl außen, als auch innen mit Fleece verstärkt. An den kurzen Seiten hat es meine Nähmaschine beim abschließenden Absteppen nicht über die innenliegenden dicken Nähte geschafft, und ich beschränkte mich deshalb nur auf die langen Seiten. Macht aber nix und sieht auch nicht blöd aus, weil ich die Taschenteile innen wie außen farblich entgegengesetzt gestaltet habe.

Ich finde sie richtig superschön! Sie ist total kuschlig und hat doch eigentlich mit ihren 90% die richtige Größe... :)

Schnitt: SUPER TOTE von noodlehead | Stoffe: Baumwollstoffe | verlinkt bei: Taschen und Täschchen

Dienstag, 24. Januar 2017

Compass Bag

Die COMPASS BAG - noch so ein Schnittmuster von noodlehead, das ich sah und wollte. Ich wusste auch gleich, wie die COMPASS BAG, die ich nähen würde, aussehen sollte: Jeans (was sonst!) mit dem romantischen TIGERÖGA-Stoff von IKEA. Es fehlte nur die Zeit.

COMPASS BAG aus Jeans

Die war nun da. Kommt Zeit, kommt COMPASS BAG.

Ich hab mich für die kleinere Variante entschieden, wie meistens, wenn ich einen Schnitt ausprobiere. Die große Version werde ich definitiv auch noch nähen, denn die COMPASS BAG macht richtig Spaß und sieht in ihrer Schlichtheit einfach nur toll aus! ♥

Schnitt: COMPASS BAG von noodlehead | Stoffe: Jeans, IKEA-Stoff | verlinkt bei: creadienstag und oldJEANSnewBAG

Mittwoch, 18. Januar 2017

Es wurde genäht!

"Ohaaa, ich hab voll Schock!" 

(O-Ton einer Schülerin vor ein paar Wochen, die ganz offensichtlich erleichtert gerade noch so nur mit einem Schrecken davon gekommen war.)

Ja, ich hab auch voll Schock. Es ist schon Januar und der letzte Eintrag mal wieder ein Vierteljahr her...
Dabei hab ich wie 'ne Irre genäht! Nicht zuletzt, da ich mich vorträglich zu Weihnachten mit einer ♥ Overlock beschenkte. So bin ich endlich in das Reich der Jerseystoffe eingetaucht (Ooooh, wie schön ist es da!) und produzierte am laufenden Band Stulpen, Mützen, Mützen, Mützen, Pullover, Babyhosen, Mützen... (Und Mützen.)
von Kinderhänden geschaffen ♥
Außerdem assistierte ich bei einem Monster namens Fussel und einem wunderschönen Patchwork-Kissen, beide Male ganz hervorragende Kinderarbeit! ;)

Von den Millarden Mützen, den Pullovern und dem ganzen anderen Kram hab ich leider keine Fotos gemacht, bevor sie verpackt, verschickt und verschenkt wurden. Bei den Mützen hab ich mich an pattydoos Beanie orientiert, der große Pullover war ebenfalls von pattydoo, eine LYNN, und der kleine war nach einem Schnitt von Milchmonsters MINI MARTHA. Die Stulpen entstanden Freischnauze, und für die Babyhose hatte ich hier einen von mir selbst gemalten Schnitt rumliegen, dessen Ursprung ich mir auch nicht erklären konnte.
Meine Leidenschaft fürs Taschennähen ist mir allerdings nicht abhanden gekommen. Ganz im Gegenteil! Die Overlock wird einfach miteinbezogen, und noch nie hat die Welt sauberere versäuberte Taschenteile gesehen! Traum-Haft!!

Aus einer alten Hose und übrig gebliebenen Lederträgern wurde ein schicker Upcycling-Beutel, mit Innentaschen und Magnetknopf versehen, der zu Weihnachten an meine Lieblings-E. nach O. ging.

Jeans Upcycling mit Engel

Dann wollte ich es wissen: Darf man Lila, Rot und Orange mit Schwarz und Grau mischen? Ja, fand ich, und mixte munter kleine Polsterstoffreste über- und untereinander, zerschnitt eine alte Jeans, schüttelte Paspelband aus dem Ärmel und - tadaaa! - fertig war ein "halber BUBE".  

bunter BUBE

Das war's. Mehr dann wieder in drei Monaten oder so. :)
Schnitte: Beanie, LYNN, MINI MARTHA, BUBE (auf 50% verkleinert) | Stoffe: Jersey, Sweat, Baumwollstoffe, Polsterstoffe, Jeans | verlinkt bei: oldJEANSnewBAG