Von Hochzeiten und anderen Schwierigkeiten

Neulich auf Arbeit.

Eine 7 jährige im weißen Röckchen, nahezu kunstvoll in ein weißes Bettlaken gehüllt, auf dem Kopf ein weißes, transparentes Halstuch geschickt mit einem Haarreif befestigt, läuft so zügig, wie es die, ihr mindestens fünf Nummern zu großen, weißen Absatzschuhe zulassen, über den Schulhof. hinter ihr eine Horde Mädchen, das weiße Laken und mühsam mit ihr schritt haltend.

Alles klar. "Ach, gibt's jetzt ne Hochzeit.", kombiniere ich.

"Ja", grinst die "Braut" verlegen. Die anderen Mädchen kichern.

"Und wer ist der Glückliche?", will ich wissen.

"Klaus. Aber der rennt immer weg und wir finden ihn nicht!", empört sie sich und zieht sowohl das ständig rutschende Röckchen als auch die Nase hoch.

...ich hab Klaus später im Gebüsch sitzend gefunden. Als ich fragte, ob er denn nicht langsam mal bei seiner eigenen Hochzeit auftauchen wolle, sah er mich so panisch an, dass ich schnell weiterging und so tat, als hätt ich nix gesehen.

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