Das liegt in der Natur der Sache

Eigentlich kenne ich nur Männer, die über einen Furz so herzhaft lachen können, dass es schon fast an Hingabe grenzt.
Ich habe schon mal ein männliches Subjekt vor Lachen vom Stuhl fallen sehen, weil jemand einen Furzgag machte.
In Gruppen mit überdurchschnittlich hoher männlicher Teilnehmeranzahl lassen sich mithilfe von blähenden Methoden sogar gruppendynamische Prozesse beschleunigen, und enge Freundschaften, die einen Furz weit überdauern, entstehen.

Wir Frauen gehen ja mit diesem Thema eher erwachsen um: Man macht es halt, aber es wird nicht drüber geredet.

Kürzlich meinte ich, die Erkenntnisse meiner Studie diesbezüglich um ein elementares Fragment erweitern zu können: Die Affinität zur Offenlegung blähender Handlungen scheint sich schon in der Kindheit zu manifestieren.

So werde ich Zeuge, wie sich zwischen zwei Jungen im Alter von 7 und 9 Jahren folgende Situation zuträgt:

M. und F. sitzen einträchtig schweigend nebeneinander am Tisch und malen.
Wie einer plötzlichen Eingebung folgend, trällert M. auf einmal erfreut:
"Ich hab gefu-hurzt!"
Woraufhin F. vernehmlich rülpst und beide Jungen dann prustend vor Lachen über ihrem Bild zusammenbrechen.

Einige Tage später berichtet mir selbiger F. übrigens beim Essen begeistert: "Wenn ich eine Flasche Selters austrinke, kann ich alle Namen unserer Klasse rülpsen."

Um eine wohlwollende Haltung bemüht, beglückwünsche ich ihn zu seinem Talent, beschwöre ihn aber eindringlich, dieses nicht während des Essens unter Beweis zu stellen.

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