Sonntag, 14. Januar 2018

Schnipsellust

Gelegentlich packt mich die "Schnipsellust". Da muss ich dann ganz dringend alle Reststoffstückchen miteinander vernähen und irgendwas Schönes draus machen. Das macht mir so viel Spaß, ist so erfüllend - das ist Meditation für mich! Meistens werden es kleine Täschchen (so wie z.B. hier oder dort oder da oder hier :)).

Aber diesmal dachte ich, warum nicht eine Schnipseldecke daraus nähen? Na, eben! Ich bin doch eh grad im Patchworkdecken-Modus.

Schade nur, dass jetzt erstmal fast alle Schnipsel vernäht sind. So wird das wohl ein Jahresprojekt. :)


Sonntag, 7. Januar 2018

Wer sich fragt...

Was machen eigentlich die 150 Stoffquadrate? Die liegen doch bestimmt noch hier rum und winken gelegentlich mit dem Du-wolltest-doch-Schild...  
Weit gefehlt! :) Das Kind und ich waren fleißig: Es hat die (meisten) Quadrate aneinander genäht und ich die Reihen. Was uns nun noch fehlen sind ein Innenleben und ein Gegenstück. Ich fürchte, da steht ein IKEA-Besuch ins Haus... (Juhuu!) 

Montag, 1. Januar 2018

Tschüss 2017. Hallo 2018!

2017 fand seinen kulinarischen Höhepunkt passenderweise am letzten Abend des Jahres: Was haben wir geschmaust! Fünf Stunden standen wir in der Küche, schälten, schnibbelten, pürierten, brieten, spießten und zahnstocherten am und im Essen herum. Wahnsinn. Eigentlich bin ich ja eher nicht für so lange Vorbereitungszeiten zu haben. Bei mir darf es schnell gehen - ich will ja dann auch endlich mal essen. ;) Der Liebste nimmt sich gerne mehr Zeit. Ihm macht das Spaß, es ist Meditation für ihn, so wie für mich das Nähen, denk ich.

Aber gestern hatte ich da auch richtig viel Freude dran. Und das Ergebnis schmeckte nicht nur oberhammerlecker sondern sah auch noch fantastisch aus!

Nur ein Wort: opulent. :)
Tapas selber machen, das war die Idee. Wer nicht weiß, wie, der macht es vielleicht wie ich und stöbert auf Pinterest. Gefunden hab ich dort in der Tat total leckere und unkomplizierte Rezepte.

Zum Beispiel Auberginenröllchen:
Auberginenscheiben anbraten. Hirtenkäse, getrocknete Tomaten, Pinienkerne, Petersilie, etwas Wasser und Öl, Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauch pürieren. In Auberginenscheiben einrollen. Mit Zahnstocher durchstechen.
Übriggebliebene Füllung schmeckt übrigens auch sehr gut auf frischem Baguette.

Oder herzhaft-süße Baguettes:
Baguette backen (wer keinen Bäcker Zuhause hat, muss welches kaufen). Baguettescheiben mit Brie, Serranoschinken, Minze, Datteln belegen und mit Zahnstocher aufspießen. Balsamicoessig mit Zucker verkochen, wird zu Sirup, über Baguettescheiben träufeln. Gehackte Walnüsse drüber streuen.

Oder Spiralbackkartoffeln:
Rohe Kartoffel mit Schaschlikspieß erlegen. Spiralförmig einscheiden. Parmesan, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Paprika verrühren. Spiralkartoffeln mit geschmolzener Butter bestreichen und mit Parmesanmischung bestreuen. Bei 160° Ober-/Unterhitze im Ofen lassen, bis sie gut aussehen.

Wenn man sich dann, so wie wir, noch liebe Menschen einlädt, die ebenfalls kulinarische Köstlichkeiten beisteuern, kann man sich beim Anblick der Festtafel erstmal etwas erschlagen fühlen. Dann wirft man begeistert die Hände über den Kopf und ruft laut: "Das schaffen wir nie im Leben!!" Aber danach setzt man sich hin, schmaust, freut sich, hat einen ganz wunderschönen Abend mit viel Lachen, Spielen, leckerem Essen und gutem Wein und verabschiedet das Jahr.

Jedenfalls haben wir das so gemacht. :)

Sonntag, 31. Dezember 2017

Und was näh ich jetzt?


Das sind 150 Stoffquadrate. Unglaublicherweise habe ich (etwas mehr als) 150 verschiedene dünne Baumwollstoffe.

EINHUNDERTFÜNFZIG.

Meine Güte.

Wenn ich aus den ganzen dicken Baumwollstoffen auch noch Quadrate rausschneiden würde...

...hätte ich wahrscheinlich ne Woche Rücken. Brauchen wa nich. Eins nachm Andern. :)

Samstag, 30. Dezember 2017

Ein bisschen Herbst im Dezember







Im Oktober waren wir im Vogtland, ein wenig herumwandern. Dabei habe ich ordentlich viel Herbst eingefangen. Und ein bisschen Herbst im Dezember tut ja nicht weh, oder? :)

Freitag, 29. Dezember 2017

Ein Strandläufer

Bei ambaZamba hab ich ihn das erste Mal gesehen, und dieser bauchige Schnitt sprach mich sofort an. Auch den Reißverschluss unter der Taschenklappe fand ich ganz wunderbar. (Dass der gar nicht zum Schnittmuster dazu gehört, hab ich dann erst in der Anleitung entdeckt. So aufmerksam lese ich.)

Und dann gab's den auch noch kostenlos. Danke farbenmix! :)

Heute kam auch endlich das sehnsüchtig erwartete Gurtband und ich konnte meinen STRANDLÄUFER fertigstellen. 


Mir kam der auf all den Beispielbildern und auch im Schnittmuster ziemlich groß vor, daher ist meiner auf 90% verkleinert. So hat er die Größe einer geräumigen Handtasche. Ich wollte ihn schlicht, den blauen Canvas hatte ich noch da.
Als ich ausprobierte, ob meine Neue zwei Lagen Fleece und Canvas zu einer hübschen Stepp-Optik verbinden könnte, hatte ich gerade rotes Garn drin. 

Die Farbwahl war entschieden.


So einen Reißverschluss-Verschluss musste ich mir dann ebenfalls selber basteln, und das war gar nicht so kompliziert, wie ich gedacht hätte. Für das Innere wählte ich den TIGERÖGA-Stoff von IKEA. Die Außenklappe verzierte ich mit ein paar Zierstichen. 

Da sie durch ihren Schnitt so knubbelig wirkt, hab ich gänzlich aufs Absteppen, was dem Aussehen oft noch etwas Struktur verleiht, verzichtet: Weder am Paspelband vorbei, noch zum Schluss entlang an der Oberkante. 

Und was näh ich jetzt? 

Schnitt: STRANDLÄUFER von farbenmix | Stoffe & Zutaten: Canvas, IKEA-Baumwollstoff, Fleece, Magnetknopf, Baumwollgurtband | verlinkt: in der farbenmix-Galerie

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Über Nähmaschinen-Mysterien und die perfekte Naht. Oder: Eine Ode an die neue Nähmaschine

Näh-Unlust zu besiegen ist so gut wie unmöglich. Entweder man kämpft sich durch ein Projekt oder man wartet, bis sie von alleine wieder verschwindet. Man könnte sich auch ein neues Hobby zulegen.

Oder man macht es wie ich und beschenkt sich selbst zu Weihnachten mit einer neuen Nähmaschine.

Der Näh-Unlust voraus ging, glaube ich, dass ich mich immer wieder über meine Nähmaschine W6 N 5000 ärgerte. Sie lässt gelegentlich Stiche aus, wenn ich mehrere Lagen zusammen nähe, und ich nähe häufig viele Lagen dicken Stoffs zusammen. Außerdem bekomme mit ihr einfach kein so perfektes Stichbild hin, wie ich es bei den Ergebnissen anderer NäherInnen vorfinde.
Natürlich hatte ich sie in der Inspektion, aber auch diese oder ein häufiges Wechseln der von W6 empfohlenen Qualitätsnadeln konnten nichts daran ändern. Und ja, ich nutze auch Qualitätsgarn. 

Da ich überwiegend und am liebsten Jeans, also viele Lagen dicken Stoffs, vernähe und wohl leider auch eine kleine "Ästhetik-Perfektionistin" bin, brauche ich eine Nähmaschine, die zuverlässig und sauber näht. Man findet ja inzwischen viele Nähmaschinen, die das versprechen und angeblich auch auf Jeans spezialisiert sind. 

Kleiner Vorgeschmack :)

Man findet sie auch in bezahlbaren und (für mich) unbezahlbaren Kategorien. Aber was man nicht findet, ist eine Erklärung darüber, WAS GENAU die Qualität einer Nähmaschine ausmacht.

Ich durchforstete das Netz und fand schließlich den Text eines Nähmaschinen-Mechanikers, in dem (endlich mal) sehr ausführlich und mir verständlich dargelegt wurde, was eine gute Nähmaschine ausmacht. 
  
"[...] Leider finden Sie über Nähmaschinen im Internet keinerlei Infos, Sie finden nur Werbung. Deshalb möchte ich mal erklären, warum manche Nähmaschinen für 50,-€ und andere für 500,-€ zu haben sind. Es liegt nicht an der Menge der Stiche, es liegt nicht am Namen, es liegt nur an der Konstruktion der Nähmaschine. Im großen und ganzen gibt es drei verschiedene Konstruktionsarten. [...]" Kompletter Text

Es ist also die Greifertechnik. Und wenn die Maschine auch noch einen eingebauten Obertransport hat, ist man wohl auf der ganz sicheren Seite.

Obwohl in dem Text auch geworben wird, fand ich die Argumente überzeugend und entschied mich letztlich nach langer Suche und reiflicher Überlegung für eine GRITZNER Tipmatic 6152.

Es ist ein klein wenig gewöhnungsbedürftig, wieder auf einer mechanischen Nähmaschine zu nähen - die ganzen sehr komfortablen Funktionen meiner computergesteuerten W6, wie z.B. die Nadel, die immer im Stoff stecken bleibt, wenn man den Anlasser stoppt, oder die Fadenschere auf Knopfdruck, können einen schon sehr bequem machen. 
Und auch mit der Fadenspannung bin ich noch am Herumtüfteln und muss vorher immer ein Probestückchen nähen, denn die scheint vor allem beim einfachen Geradstich je nach Garn und Stofflagenmenge oder Stoffart angepasst werden zu müssen. Die Fadenspannung funktioniert bei der W6 automatisch. (Bei meiner Suche nach der richtigen Nähmaschine habe ich allerdings gelesen, dass es die optimale, vollautomatische Fadenspannung nur bedingt gibt - warum, wieso und weshalb konnte ich nicht herausfinden. Ein weiteres Nähmaschinen-Mysterium...)

Habe ich die Fadenspannung allerdings eingestellt, erhalte ich genau das, was ich wollte: Ein perfektes Stichbild und eine vor Kraft strotzende Geschmeidigkeit auch bei mehreren Lagen Stoff ohne Auslassen eines Stiches.


Wegen des eingebauten Obertransports ist es mir nun auch möglich, unterschiedliche Stoffarten in mehreren Lagen miteinander zu vernähen, ohne dass sie verrutschen (s. links - zwei Lagen Fleece und eine Lage Canvas). Sehr glücklich bin ich auch über das sehr gerade Stichbild beim Absteppen über ungleichmäßige Stellen, wie z.B. beim Reißverschluss.

Der Anlasser ist hochsensibel und ich kann mich problemlos an unterschiedliche Stufen der Nadelposition "herantasten", was das Fehlen der komfortablen "Nadel-bleibt-stecken-Funktion" der Computergesteuerten ausgleicht. 

Ein zusätzliches Extra der GRITZNER ist die Möglichkeit, im Kreis zu nähen. Die sogenannten Zierstiche aber sind mir ein klein wenig ein Rätsel...

...und ich so: Hä?

Doch ich habe sie natürlich trotzdem fast alle bereits ausprobiert und ganz niedliche Jeans-Upcycling-Täschchen damit erstellt.- Wer hat, der kann und sollte. :)


Meine W6 mag ich trotzdem noch. :) Sie kann Buchstaben, Zahlen, Äpfel und Blätter-Lianen. Sie ist eine zuverlässige Arbeiterin, wenn es um wenig Herausforderung geht. Und fürs schnell mal Nähen ohne lange Fadenspannungsfeinjustierung ist sie sehr gut geeignet. Nur die perfekte Naht, die kann sie nicht. 


Ein richtiger kleiner Nähpark ist hier in unserem Wintergarten, den ich liebevoll Nähgarten nenne, entstanden. Die W6-Overlock, mein Weihnachtsgeschenk an mich letztes Jahr, musste auf den Rollcontainer weichen, was aber ausgezeichnet passt. Ich bin quasi umringt von meinen Nähmaschinen. :)

Näh-Unlust? Mitnichten. Aktuell warte ich sehnsüchtig auf das bestellte Gurtband, um meinen Strandläufer fertigzustellen. Bis das da ist, nähe ich eben im Kreis oder in Wellen auf Jeans herum. :)

Donnerstag, 7. September 2017

Eine Ledertasche

Und was für eine! Nämlich: meine Erste.

Die CHOBE BAG bekam viel Applaus - der Schnitt ist aber auch einfach der Knaller! - und ich wollte mich endlich mal an Leder heranwagen.

...Es war nicht gerade schwer, eine Ledertaschenliebhaberin davon zu überzeugen, dass sie mal eben Leder kaufen müsse, damit ich eine Taschen nähen konnte. :)

Wir fanden schönes, weiches, graues Lammleder für den Taschenkörper und dickes, steiferes Rindsleder in schwarz für den Taschenboden (sieht man leider auf den Fotos nicht, harmoniert aber perfekt mit den schwarzen Lederhenkeln und dem schwarzen Reißverschluss).

Den blumigen Innenstoff hatte ich noch da - ich glaube, er stammt aus einem Reststoffe-Erwerb - und er komplettiert so fantastisch sowohl das Farbkonzept, als auch den Stil des Taschenschnittes! (Entschuldigung. Ich bin tatsächlich selber total begeistert davon, dass der Plan aufging mit diesem Glücksgriff in die Farbpalette!)


Gewünscht war die Tasche in Rauleder-Optik, und das, obwohl die glatte Seite wirklich, wirklich wunderschön und ganz weich war - so ist das mit der Geschmackssache. :)


Fazit: Die Tasche sieht auf jeden Fall schön aus. Mir hätte sie mit der glatten Lederseite aber noch viel besser gefallen. Leder als Material ist eine aufregende Sache, und vor dem Nähen hatte ich ziemlichen Respekt. Man kann nicht einfach so wieder auftrennen, wenn man sich bei Leder vernäht hat: Die Nadelstiche bleiben sichtbar. Das richtige Zubehör ist wichtig, und so kam auch meine W6 N 5000 mit den richtigen Nähnadeln leichtfüßig durch die meisten Schichten - lediglich beim Absteppen des Rands schaffte sie es nicht, aber das waren auch 6 Lederschichten, ihr sei verziehen.

Ob ich Leder nun ausdrücklich mag, weiß ich allerdings noch nicht - gerade wegen der aufgezählten Herausforderungen, die dieses Material, und Grenzen, die meine Maschine mit sich bringen. Aber vielleicht ist das ja auch eine Liebe auf den zweiten oder dritten Blick. :)

Schnitt: CHOBE BAG von Elle Puls | Stoffe: Lammleder, Rindsleder, Baumwollstoff | und: Lederhenkel von machwerk

Donnerstag, 8. Juni 2017

CHOBE Bag

Was für eine schöne Tasche! ♥

Nicht nur als interessierte Blogleserin, sondern vor allem als entschiedene Liebhaberin sämtlicher Schultertaschen-Nähanleitungen hätte ich gedacht, die meisten der weitläufig bekannten Schnittmuster für diese bereits entdeckt zu haben.

Aber nee. Da läuft mir doch bei meiner Schwägerin in spe die CHOBE BAG von Elle Puls übern Weg.

Nun muss ich dazu sagen, dass ich, seit das Klavier da ist, gar nicht mehr genäht habe. Spontane Hobby-Verlagerung. :) Aber die CHOBE BAG ist so eine Tasche, die einen (oder jedenfalls mich) definitiv in die Näh-Leidenschaft zurückholt: Simpler Schnitt, viel Gestaltungsspielraum und für ausgediente Jeans gemacht.


Ich habe mich ganz an die Anleitung gehalten, lediglich im Innenraum noch ein paar Fächer und mein unverzichtbares Schlüsselbändchen dazu genäht. Da ich kein Leder besitze, ist der Taschenboden, den ich mit einem einfachen Bodenwischtuch verstärkt hab, ebenfalls aus Jeans, und die schönen Lederhenkel habe ich bei machwerk erstanden.


Die Idee mit den von rechts abgesteppten Jeansstreifen gefällt mir sehr! Das gibt so eine schöne Ripp-Optik. Der türkise Innenstoff war von IKEA ursprünglich als Tischdecke erdacht, erinnert mich an Sommer, Strand und Meer, so dass der Seestern doch eine passende Ergänzung ergibt. Ich weiß nur noch nicht, ob ich das so toll finde, dass der vorhandene Stauraum so sehr zum Einpacken einlädt... ;)

Wie auch immer: Die CHOBE BAG ist nun schon seit zwei Tagen in Benutzung und ganz MEINS.

Schnitt: CHOBE BAG von Elle Puls | Stoffe: Jeans, IKEA Tischdecke | und: Lederhenkel von machwerk | verlinkt bei: RUMS

Montag, 17. April 2017

Erdbeere andersrum

Ein neues Frühlingsshirt wurde aus einem alten T-Shirt des Liebsten herausgeschnitten, und irgendwie fühlten wir uns an Erdbeeren ("nur andersrum") erinnert... :)



Schnitt: MINI MARTHA | Stoffe: altes T-Shirt, Jersey